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Das Klimaneutralitätsbündnis 2025 auf der UN-Klimakonferenz COP24 in Katowice - ein Reisebericht

Katowice im Süden Polens ist das Herz des polnischen Industriereviers, 300.000 Einwohner, Hochburg des Kohleabbaus und Stahlproduktion, Symbolbild für das vergangene Jahrhundert. In den Wintermonaten lässt der hartnäckige Smog der Sonne keine Chance, es bleibt alles grau und düster. Es riecht in der ganzen Stadt nach Kohle, das Atmen fällt ungewohnt schwer. Ausgerechnet dort fand Anfang Dezember rund um das Kongress-Center mitten in der Innenstadt die 24. UN-Klimakonferenz (COP24) statt.

Österreich stand aufgrund des Vorsitzes der EU-Ratspräsidentschaft eine besondere Verantwortung zu und sollte auch eine gemeinsame Position der EU zum Thema Klimaschutz und -politik nach außen tragen.

„Wenn wir es können – dann können es alle“

Somit lud auch die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) Unternehmen ein, mit Leuchtturm-Projekten der Welt zu zeigen, wie gut und breit die österreichische Wirtschaft bereits in diesem Bereich aufgestellt ist und dies in Vorträgen und Aktionen am österreichischen Pavillon zu präsentieren.

Anfang November meldete Anna Maierhofer, Produktmanagerin des Klimaneutralitätsbündnis 2025, das Projekt #Together4the17 an, ein Zusammenschluss von vier unterschiedlich aufgestellten Partnern, die gemeinsam eine konkrete Antwort auf die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen haben:

„Wir 4 erfüllen gemeinsam alle 17 Ziele der SDGs – wenn wir das können, können es alle!“ lautete die Message.

Mit einem interaktiven Quiz und lustigen Spielen, in denen die vielen Besucher mehr über die 17 SDGs lernen konnten, war der österreichische Pavillon für mehrere Stunden Austragungsort eines unterhaltsamen und abwechslungsreichen Showacts, der sicher vielen Besuchern in Erinnerung bleiben wird.

Die Partner des Projekts #Together4the17 arbeiten bereits länger zusammen und traten im Zuge der Klimakonferenz gemeinsam auf:

ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG (Hard, Vorarlberg)

  • Internationaler Konzern
  • stellt Kunststoffverpackungen her
  • Gründungsmitglied Klimaneutralitätsbündnis 2025
  • https://www.alpla.com/de
     

Helioz GmbH (Wien)

  • Startup u.a. für Klimaschutzprojekte
  • Mit ihrem WADI kann Wasser nur durch die Kraft der Sonnenenergie desinfiziert werden.
  • WADI ist Teil des Klimaschutzprojektes des Klimaneutralitätsbündnis 2025 in Äthiopien
  • https://www.helioz.org
     

Klimaneutralitätsbündnis 2025 (Bregenz)

myclimate (Zürich)

  • gemeinnützige Stiftung
  • 3 Standbeine sind Klimaschutzberatung, -bildung und -projekte
  • Partner des Klimaneutralitätsbündnis 2025 für Berechnungen und Kompensationsprojekte
  • https://www.myclimate.org/de
     

Erfolg in der Nachspielzeit

Neben hochrangingen Diplomaten in teuren Anzügen drängten sich junge Leute in Jeans und Sneakers sowie unzählige Menschen in traditioneller Kleidung aus aller Welt durch die unzähligen Gänge. Dieser bunte und inhomogene Haufen hatte ein einziges Ziel: die erfolgreiche Verabschiedung eines Regelwerks zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens 2015.

In vielen Podiumsdiskussionen, Sitzungen und diplomatischen Gesprächen abseits des Geschehens wurde um eine einheitliche Formulierung gerungen, deren Inhalte alle 185 Staaten unterschreiben und einhalten sollen. In einer spannenden und sogar in die Verlängerung gehende Schlussphase konnte schließlich das Regelwerk doch noch verabschiedet und stolz präsentiert werden.

Es wurden allerdings auch viele kleinere aber umso wichtigere Erfolge gefeiert. Direkt neben dem österreichischen Stand, im Pavillon der Europäischen Union, auf einmal dichtes Gedränge, Aufregung und vereinzelt strahlende Gesichter. So unterzeichneten über 20 internationale Staaten unter dem Namen „High Ambition Coalition“ ein Übereinkommen, in dem die Anhänger vereinbaren – unabhängig vom Ausgang der Klimakonferenz – freiwillig mehr als das mindeste und notwendigste zu tun, um die Auswirkungen des Klimawandels erfolgreich zu bekämpfen.

Als Träger des Klimaneutralitätsbündnis 2025 sehen wir bereits seit 6 Jahren, dass es weltweit unzählige Projekte und großes Engagement gibt, freiwillig mehr für den Klimaschutz zu tun und eine nachhaltige Entwicklung auf der Welt voranzutreiben. Das hat uns wieder mal gezeigt und bestärkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Jeder Einsatz bringt uns einen Schritt weiter

Als Erkenntnis der COP lässt sich folgender Schluss ziehen: Die Folgen des Klimawandels sind sichtbar und können nicht mehr geleugnet werden. Die Auswirkungen werden daher in Zukunft auch unser Handeln beeinflussen und zu einem neuen Verhalten führen. Auch wenn wir das auf die Fahne geschriebene 1,5°C-Ziel nur sehr schwer erreichen werden, so zählt doch jeder einzelne Einsatz, um es zumindest auf 2,5°C zu beschränken. Es sind die kleinen Schritte, die bekanntlich zum Erfolg führen, und dafür kann jeder von uns etwas beitragen.

Das Team vom Klimaneutralitätsbündnis 2025

Anna Maierhofer
Thomas Goschenhofer

Hier ein Bericht über die COP (Die Presse): 
https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5547498/Klimaschutz_Grosser-Jubel-ueber-kleinen-Schritt

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