Zitrusfarm ersetzt Kohle durch Biomasse

Eine südafrikanische Zitrusfabrik wechselt vom fossilen Brennstoff Kohle auf klimafreundliche Biomasse für die Dampf- und Wärmeerzeugung. Dabei werden nicht nur Treibhausgasemissionen reduziert, sondern es wird eine bisher unerschlossene lokale erneuerbare Energiequelle verwendet.

Projekttyp

  • Biomasse

Projektname

Letaba Biomass to Energy Project

Projektstandort

Limpopo, Südafrika

Projektstandard

Gold Standard VER

Emissionsreduktionen

30'000 t CO2

Projektstatus

Betrieb

Projektstart

Februar 2011

Situation ohne Projekt

Kohlefeuerung

Das Projekt

Vor dem Projekt verbrauchte die Zitrus-Verarbeitungsanlage in Limpopo, Südafrika, Kohle, um die benötigte thermische Energie für das Trocknen der Fruchtschalen bereitzustellen. Die getrockneten Schalen sind ein wertvolles Nebenprodukt und können als Viehfutterzusatz oder Düngemittel verwendet werden. Das Projekt hat die Brennöfen, welche die Luft für das Trocknen der Schale produzieren, 2011 umgebaut und seitdem werden für dieses Verfahren Sägemehl und Holzschnitzel an Stelle von Kohle verwendet.

Bis dahin musste zur Erzeugung von thermischer Energie aus grosser Entfernung die benötigte Kohle angeliefert werden. Dank dem Klimaschutzprojekt kann nun lokale und erneuerbare Energie verwendet werden. In der Region Limpopo sind unzählige Sägewerke angesiedelt, die das Holz aus den heimischen Wäldern verarbeiten. Dabei fallen riesige Mengen an Sägemehl und Holzabfällen an. Dieser Biomasseabfall ist eine bisher ungenutzte Ressource, die im Umkreis von 50 Kilometern reichlich vorhanden und leicht zugänglich ist.

Zusätzlich zur CO2-Reduktion schafft das Projekt Arbeitsplätze. Ein Teil des Kompensationsgeldes von myclimate kommt zudem einer Arbeiterstiftung zugute, die beispielsweise Stipendien für die Ausbildung von Angestellten und deren Kinder finanzieren oder die Sanierung der Häuser der Arbeiterinnen und Arbeiter auf der Farm unterstützen wird. Die Stiftung muss bei der Vergabe der Unterstützungsleistungen die Gleichberechtigung der Geschlechter berücksichtigen.

Bisher Erreichtes (Stand Dezember 2014):

  • 6’500 Tonnen Sägemehl wurden bisher für das Trocknen von 2’000 Tonnen Fruchtschalen verbrannt.
  • Somit konnte das Verbrennen von 1’250 Tonnen Kohle vermieden werden.
  • Für das Trocknen einer Tonne Fruchtschalen können 1.66 tCO2 oder 625 kg Kohle vermieden werden.
  • Das Projekt gibt vier Menschen eine feste Arbeitsstelle.
  • Emissionsreduktionen: 3’312 tCO2 reduziert

Factsheet Zitrusfarm ersetzt Kohle durch Biomasse Südafrika

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