Effiziente Kochstellen, die mit Biomasse betrieben werden statt mit Kohle

Das Projekt ersetzt traditionelle Kohleherde in ländlichen Haushalten in der Provinz Shanxi in China durch saubere Gas-Herde, die mit Biomasse betrieben werden. Durch die Substitution von Kohle durch Biomasse wird der CO2-Ausstoss reduziert und die Luftqualität in den Häusern und somit auch die Gesundheit von Frauen und Kindern verbessert.

Projekttyp

  • Biomasse
  • Effiziente Kocher

Projektname

Clean and Efficient Cooking and Heating Programme, China

Projektstandort

Provinz Shanxi, China

Projektstandard

Gold Standard VER

Emissionsreduktionen

827'862 t CO2

Projektstatus

Betrieb

Projektstart

März 2009

Situation ohne Projekt

Es wird mit Steinkohle gekocht, was schädlichen Rauch verursacht

Das Projekt

Die Stadt-Land-Disparität ist in China anhand der Energieversorgung der Haushalte deutlich zu erkennen. Während in reicheren Regionen zunehmend sauberere erdölbasierte Brennstoffe verwendet werden, sind insgesamt nach wie vor mindestens 50 Prozent aller Haushalte abhängig von Festbrennstoffen wie Holz und Kohle. Die Verbrennung fester Brennstoffe führt zu Luftverschmutzung und ist einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge verantwortlich für jährlich 450’000 vorzeitige Todesfälle in China alleine.

Was ich am meisten an dem neuen Herd schätze, ist neben der einfachen Handhabung, dass ich, seitdem ich ihn besitze, sehr viel Geld gespart habe. Endlich muss ich keine Kohle mehr kaufen. Das ist wunderbar, jeder hier in Shanxi sollte so einen haben.
Li Xiaoxia, Besitzerin eines Jinqilin Herdes seit 2009

 

 

myclimate, Impact Carbon und die China Association of Rural Energy Industry (CAREI) haben sich zusammen getan, um die Gesundheits- und Klimabelastung im ländlichen China zu mildern, welche auf die ineffiziente Verbrennung von schmutzigen Brennstoffen wie Holz oder Kohle zur Energieversorgung der Haushalte zurückzuführen sind. Die Partnerschaft fördert effiziente und saubere Technologien in ganz China, welche in Haushalten zum Kochen, Heizen und zur Wasseraufbereitung verwendet werden können.

Die Holzkohle kostete uns 1500 Yuan pro Jahr. Jetzt sparen wir durch den Biomasse-Herd eine Stange Geld und er ist praktischer. Im Frühling pflanzen wir die Samen. Der Mais wird dann im Sommer auf dem Markt verkauft und die Reste können für das Kochen mit dem Biogas-Herd verwendet werden.

 

Nie Bianyu, Nutzerin des Biogas-Herds, China

 

Die Einnahmen durch den Verkauf der Emissions-Zertifikate auf dem freiwilligen CO2-Markt werden ins Projekt reinvestiert, um damit der armen ländlichen Bevölkerung den Erwerb von effizienten Gas-Herden zu ermöglichen. Die Kompensationsgelder fliessen aber auch in Aufklärungskampagnen, in Massnahmen zur Qualitätskontrolle, in die Verbesserung der Zuliefererkette und in andere Aktivitäten.

 

Bisher Erreichtes (bis Februar 2015):

  • Über 128‘000 Kocher wurden in drei Provinzen installiert.
  • 148 Jobs wurden geschaffen (16 Prozent Frauen).
  • Mehr als 450‘000 Tonnen Holzkohle wurden seit dem start des Projekts vermieden.
  • Haushalte sparen USD 1‘500-2‘000 an fossilen Brennstoffen über die fünfjährige Lebensdauer des Ofens.
  • Jeder Ofen vermeidet etwa 5 t CO2 pro Jahr.
  • Haushalte sparen USD 37-50  pro Dollar, den sie für den Ofen ausgegeben haben.

Factsheet Effiziente Biomasse Kochstellen China

pdf | 2 MB

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