Biogas für ländliche Haushalte

Hauptziel des Programms ist der Bau von Biogasanlagen als saubere und nachhaltige Energiequelle für Haushalte in ganz Indien. Das aus Kuhdung gewonnene Biogas soll die gegenwärtig verwendeten Brennstoffe wie Feuerholz oder Kerosin ersetzen.

Projekttyp

  • Biogas

Projektname

SKG Sangha Biodigester PoA

Projektstandort

ländliche Gebiete, Indien

Projektstandard

Gold Standard CDM

Emissionsreduktionen

369,545 t CO2

Projektstatus

Betrieb

Projektstart

März 2014

Situation ohne Projekt

Kochen mit Feuerholz und Kerosin

Das Projekt

Das erste Projekt, das im Rahmen dieses Programms realisiert wird, umfasst den Bau von Biogasanlagen in 6‘900 Haushalten in der Region Gulbarga, im Yadgir Distrikt und im Bidar Distrikt im indischen Bundesstaat Karnataka.

Über 1’500 Biogasanlagen wurden im ersten Projektjahr installiert und den Familien übergeben.

 

In die Biogasanlagen werden Tierdung und Küchenabwasser gefüllt. Das Biogas, das durch die Vergärung entsteht, wird zum Kochen verwendet. Der hochwertige Bio-Dünger, der nach der Vergärung übrig bleibt, ersetzt chemische Düngemittel. Traditionellerweise wird in der Region mit Feuerholz und Kerosin in ineffizienten Feuerstellen mit einem thermalen Effizienzgrad von lediglich acht bis zehn Prozent gekocht. Die kleinen Einkommen verunmöglichen es den Familien jedoch, den traditionellen Brennstoff Holz zu ersetzen, was bereits zur Abholzung der Wälder im Bundesstaat Karnataka geführt hat. Neben der Verminderung der Abholzung und der Reduktion des Treibhausgasausstosses hat der Bau von Biogasanlagen zudem nachhaltig positive Auswirkungen auf die Lebensumstände der Bevölkerung. Erstens verringert sich durch den Wegfall der Holzsammlung die Arbeitslast für Frauen und Kinder und zweitens nimmt die gesundheitliche Belastung durch Rauchverschmutzung in den Häusern ab. Die Biogasanlage hat eine Kapazität von zwei oder drei Kubikmetern abhängig einerseits von der Anzahl und Art der Rinder, die zu einem Haushalt gehören und andererseits von der Anzahl der Personen im Haushalt.

Wir haben eine Vision: Wir wollen die Elemente der Natur mit der Kraft des Menschen in Einklang bringen, um eine unerschöpfliche Quelle Erneuerbarer Energie für eine schönere Welt zu schaffen.

Vidya Sagar, Geschäftsführer der SKG Sangha

Der Bau von Biogasanlagen in ländlichen Haushalten reduziert Treibhausgasemissionen an drei Orten: Erstens entweicht bei der Vergärung des Dungs in Zisternen das Methan nicht mehr in die Luft. Zweitens kann dieses Methan als Brennstoff genutzt werden, wodurch das Verbrennen von Feuerholz entfällt. Drittens ersetzt der übrig bleibende Bio-Dünger chemische Düngemittel, dessen Produktion und Transport ebenfalls entfällt. Ausserdem führt der Bio-Dünger nicht wie chemischer Dünger zur Degradation des Bodens und hat überdies einen dreimal höheren Nährstoffgehalt als normaler Tierdung.

Projektpartnerin ist die erfahrene indische Nicht-Regierungsorganisation SKG Sangha. Sie gewährleistet die Koordination des Programms in ganz Indien und baut die Biogasanlagen in direkter und nachhaltiger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, also mit den Endnutzern der Anlagen. Die SKG Sangha hat bereits über 20 Jahre Erfahrung im Bau von Biogasanlagen. So hat SKG Sangha die Biogas-Technologie bereits in diversen ländlichen Gebieten erprobt und kontinuierlich weiterentwickelt und ist bestrebt, die Technologie stets zu optimieren und den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Bevölkerung anzupassen.

Factsheet Biogas aus Abwasser generiert Strom Thailand

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