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Sutterlüty ist klimaneutral

Wer sich beim Einkaufen keine Gedanken ums Klima machen will, ist in einem der 22 Sutterlüty Ländlemärkte in ganz Vorarlberg genau richtig. Per Jahresbeginn hat Sutterlüty seinen gesamten Betrieb CO2-neutral gestellt – und ermöglicht es seinen Kundinnen und Kunden damit, in 100% klimaneutralen Ländlemärkten einzukaufen.

Anfang 2015 haben zehn Vorarlberger Unternehmen, darunter Sutterlüty, das Klimaneutralitätsbündnis 2025 gegründet – mit dem Ziel, bis spätestens 2025 alle unternehmerischen Aktivitäten klimaneutral zu stellen und dadurch einen aktiven Beitrag zur Erreichung des 2-Grad-Zieles* der internationalen Klimapolitik zu leisten.

1.300 Tonnen CO2 aus eigener Kraft eingespart

Unabhängig davon beschäftigt sich Sutterlüty schon seit vielen Jahren eingehend mit der Thematik, wie der CO2-Ausstoß so gering wie möglich gehalten werden kann. Mit erfreulichem Resultat: 1.300 Tonnen CO2 konnte Sutterlüty bereits aus eigener Kraft einsparen. Das ist jene Menge CO2, die rund 180 Österreicher durchschnittlich pro Jahr verbrauchen.

Nachhaltige Entwicklung fördern

Bei allen Bemühungen: ein zu 100 % CO2-freier Betrieb der Ländlemärkte ist selbst unter modernsten Bedingungen heute noch nicht möglich. In Zusammenarbeit mit namhaften Klimaschutz-Experten hat Sutterlüty sich deshalb dazu entschlossen, den nicht vermeidbaren CO2-Ausstoß mit dem Ankauf von Klimaschutz-Zertifikaten zu kompensieren – und damit zertifizierte Klimaschutzprojekte in aller Welt zu unterstützen.

Ausgewählte Klimaschutz-Projekte

Mit der Unterstützung von Klimaschutz-Projekten wird der nicht vermeidbare CO2-Überschuss der Sutterlüty Ländlemärkte, der Zentrale, der Arbeitswege aller Mitarbeiter, der gesamten Logistik sowie der Partnerbetriebe, der Traditionsmetzgerei Broger und der Hammerl Landbäckerei, ausgeglichen. In der Vergangenheit hat Sutterlüty bereits zur Kompensation Aufforstungsprojekte in Costa Rica und Uganda, die Gewinnung von Windenergie in Taiwan sowie ein Biomasse-Kraftwerk in Brasilien unterstützt. Ein Engagement, das mit einem Wasserkraft-Projekt in Uganda, einem Waldbewirtschaftungs-Projekt in Brasilien und einem Windpark-Projekt in der Türkei zukünftig weiter fortgesetzt wird.

Was Sutterlüty im Ländle tut

Natürlich unterstützt Sutterlüty auch regionale Konzepte zum Klimaschutz in Vorarlberg und Umgebung. Wie beispielsweise nachhaltige Kreislaufwirtschaft, sojafreie Fütterung, die Umstellung auf biologische Landwirtschaft oder die Revitalisierung der Böden mittels Humus. Auch zukünftig wird in Egg intensiv an neuen Ideen gearbeitet, um den CO2-Ausstoß nachhaltig weiter zu senken. Hier wird sich in den nächsten Monaten und Jahren noch viel bewegen – in Richtung einer lebenswerten Zukunft für uns, unsere Kinder und unsere Enkel.

Factbox

So spart Sutterlüty CO2!

  • Weltweit größtes Sortiment an regionalen Produkten
  • Einheimische Baustoffe und Unternehmen beim Bau neuer Märkte
  • Leuchtmitteloptimierung
  • Nutzung von Erdwärme-Stromgewinnung durch Photovoltaik
  • Neue Heiz- und Kühlsysteme sowie Energiespar-Öfen in der Hammerl Landbäckerei
  • Flugblatt gedruckt auf klimafreundlichem Recyclingpapier
  • B’sundrig Magazin wird CO2-neutral gedruckt
  • Vorarlberger Kraftwerke (VKW) Energiecockpit zur Kontrolle des CO2-Ausstoßes in allen Märkten, bei Hammerl und bei Broger

Fußnote:

*Das 2-Grad-Ziel ist ein Ziel der internationalen Klimapolitik. Dieses lautet, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Um das zu erreichen, müssen die Treibhausgas-Emissionen in den Industrieländern um 80–95 % gegenüber 1990 sinken.

Interview mit Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher

„Ich freue mich ganz außerordentlich, dass Sutterlüty sich seit dem 01.01.2016 klimaneutral stellt. Solche freiwilligen Aktivitäten sind der Schlüssel zur Einhaltung des 2-Grad-Ziels, und dies gilt erst recht seit dem Weltklimaabkommen von Paris. Dank an die Firma und an ihre Partner im Klimaneutralitätsbündnis 2025!“

Universität Ulm, Berater Klimaneutralitätsbündnis 2025

Ist Kompensation notwendig?

Kompensation ist notwendig und sinnvoll. Es ist kein Freikauf – ganz im Gegenteil. Durch die Förderung entsprechender Aktivitäten in sich entwickelnden Ländern wird dort Entwicklung ermöglicht. Die Aktivitäten vom Klimaneutralitätsbündnis 2025 sind beispielhaft. Haben Sie Kenntnis von gleichgelagerten Aktivitäten in anderen Bundesländern oder Regionen.

Es gibt mittlerweile viele von jeweils unterschiedlichen Akteuren vorgenommene Aktivitäten dieser Art. So arbeitet die Landesregierung Hessen in Deutschland seit einigen Jahren am Ziel der Klimaneutralität des Landes ab 2030. Für das Vorarlberger Klimaneutralitätsbündnis ist besonders hervorzuheben, dass die Unternehmen sehr früh in die Thematik eingestiegen sind und dass sich Unternehmen aus verschiedenen Branchen in einem regionalen Netzwerk zusammengefunden haben. Hier wurde in Vorarlberg Pionierarbeit geleistet. Ich hoffe, dass sich viele Regionen dem Beispiel Vorarlbergs anschließen.

Sind Ihrer Meinung nach regionale Lebensmittel grundsätzlich besser fürs Klima?

Bei Lebensmitteln ist zwischen dem biologischen Entstehungsprozess, dem Bearbeitungsprozess und dem Transport zu unterscheiden. Ferner haben auch die jeweiligen klimatischen Verhältnisse einen großen Einfluss. Hinzu kommen die Transportaufwendungen. In der Tendenz spricht das für regionale Produkte.

Was können Konsumenten im Alltag für ein besseres Klima tun?

Konsumenten können an vielen Stellschrauben drehen. Das betrifft ihren Lebensstil, die Art der Ernährung, z. B. der Umfang des Fleischkonsums, die Ausgestaltung ihrer Mobilität, insbesondere der Umfang an Fernreisen etc. Wieder ist allerdings auf Balance zu achten, denn es geht auch um Gesundheit, Erholung, internationale Begegnungen etc. Natürlich können Konsumenten auch darauf achten, klimaneutral hergestellte Produkte zu kaufen, ihre Flugreisen klimaneutral zu stellen oder auch gleich jedes Jahr für die individuelle Klimaneutralität zu sorgen. Denn so wie Unternehmen sich klimaneutral stellen können, können und sollten das Individuen auch tun. Ich tue das auch persönlich seit einigen Jahren. Und da ich beruflich bedingt viel fliegen muss, kommt da einiges zusammen.

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