FAQ’s

Wir haben hier die meistgestellten Fragen zum
Klimaneutralitätsbündnis 2025 für Sie zusammengefasst.

CO2

Was ist ein CO2-Fußabdruck?

Mit dem CO2-Fußabdruck möchte man eine Grundlage schaffen um Einflüsse von menschlichen Prozessen auf das Klima messen, bewerten und vergleichen zu können. Somit können die Emissionen von Unternehmen, Branchen, Produkten, Dienstleistungen, Fortbewegungsmittel usw. bewertet werden.

Grundsätzlich werden insgesamt sechs klimarelevante Treibhausgase erfasst und zur „gemeinsamen Währung“ CO2 bzw. in CO2-Äquivalente umgerechnet. Dafür gibt es je Treibhausgas einen Umrechnungsfaktor. Solche sogenannten Emissionsfaktoren gibt es aber auch für alle möglichen Daten: Energieverbräuche, Transporte, Reisen, Papier, Abfall, Nahrungsmittel, usw. Nach der Datenerhebung werden alle Einflussgrößen in CO2-Äquvalente umgerechnet und ergeben somit den CO2-Fußabdruck.

Was sind CO2-Zertifikate?

CO2-Zertifikate stehen für die Menge an Emissionen, die kompensiert werden. Ein Zertifikat entspricht dabei einer Tonne Treibhausgase.

Die Menge an eingesparten oder vermiedenen Treibhausgasemissionen durch ein Klimaschutzprojekt wird folgendermassen berechnet: Bei der Stromproduktion durch erneuerbare Energien wird die Menge an eingesparten oder vermiedenen Treibhausgasemissionen errechnet, die durch die Umsetzung des Klimaschutzprojektes entstehen (Project Emissions).

Zudem wird ein Szenario beschrieben, das die Treibhausgasemissionen darstellt, die ohne das Klimaschutzprojekt entstanden wären. Dieses Szenario wird als Referenzfall (Baseline) bezeichnet. Die Differenz zwischen Baseline-Emissionen (Referenzfallemissionen) und den erwarteten Projekt-Emissionen ergibt die erwarteten Emissionsreduktionen.

Nicht weiter reduzierbare CO2-Emissionen aus der Herstellung von Produkten und Dienstleistungen können durch den Erwerb von CO2-Zertifikaten kompensiert werden und werden dadurch klimaneutral. Hierfür werden CO2-Zertifikate in der entsprechenden Menge gekauft und stillgelegt. Die Stilllegung bestätigt nachweislich, dass ihr Besitzer eine CO2-Kompensation erbracht hat.

Was versteht man unter Scope 1, 2 und 3?

Die Emissionen sind innerhalb des Greenhouse Gas Protocols (GHG Protocol) nach den Scopes 1, 2 und 3 aufgeteilt, die jeweils verschiedene Arten von Treibhausgas-Emissionen umfassen: Scope 1 beinhaltet direkte Emissionen eigener Energieanlagen. Scope 2-Emissionen sind indirekte Emissionen, die bei der Bereitstellung von Energie für das Unternehmen entstehen. Scope 3-Emissionen sind indirekte Emissionen, die in der gesamten Wertschöpfungskette entstehen.

Scope 1 umfasst alle Treibhausgasemissionen, die direkt im Unternehmen anfallen. Dazu gehören beispielweise Emissionen aus der Verbrennung stationärer Quellen (z. B. Heizkessel) oder mobiler Quellen (z. B. unternehmenseigener Fuhrpark), Treibhausgasemissionen aus der Produktion oder aus chemischen Prozessen sowie flüchtige Treibhausgasemissionen.

Scope 2 beinhaltet alle indirekten Treibhausgasemissionen, die für die Energiebereitstellung des Unternehmens entstehen, d.h. alle Treibhausgasemissionen, die bei der Bereitstellung von Strom, Erdgas, Fernwärme oder Fernkälte durch ein Energieversorgungsunternehmen entstehen.

Scope 3 umfasst alle übrigen Treibhausgasemissionen, die mit der Unternehmenstätigkeit in Zusammenhang stehen. Dazu gehören Treibhausgasemissionen ausgelagerter Unternehmensbereiche, Treibhausgasemissionen der Abfallentsorgung und des Recyclings, Treibhausgasemissionen von Geschäftsreisen oder Pendlerverkehr der Mitarbeiter etc.

Wie wird der CO2-Fußabdruck berechnet und was sind CO2-Äquivalente?

Der CO2-Fußabdruck wird in sogenannten CO2-Äquivalenten (CO2-e) ausgedrückt. Über diese Maßeinheit werden neben Kohlenstoffdioxid auch u.a. Methan und Lachgas berücksichtigt. Die Klimawirkung der einzelnen Treibhausgase sind unterschiedlich, so entspricht 1 Kilogramm Methan der Klimawirkung von 23 Kilogramm CO2 und 1 Kilogramm Schwefelhexafluorid (SF6) entspricht sogar 22.800 Kilogramm CO2.

In die Berechnung der Treibhausgasemissionen werden die sechs vom Weltklimarat IPCC und im Kyoto-Protokoll festgelegten Haupttreibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (FKWs), Perfluorcarbone (PFCs) und Schwefelhexafluorid (SF6) einbezogen.

Für die Berechnung des CO2-Fußabdrucks wird ein Inventar aller Energie- und Materialströme der Wertschöpfungskette erstellt, denen dann die entsprechenden Emissionsfaktoren zugeordnet werden. Bei der Ermittlung sollen alle direkten, indirekten und mobilen Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen mit einbezogen und als CO2-Äquivalente ausgewiesen werden. Er dient insbesondere dazu, notwendige Minderungspotentiale zu erkennen, die entsprechenden Maßnahmen zu erarbeiten und die Wirksamkeit zu bewerten.

Die Methodik wird im Detail in internationalen Standards wie dem Greenhouse Gas Protocol des World Resource Institutes und World Business Council for Sustainable Development oder einschlägigen ISO Normen beschrieben.

Klimaneutralität

Macht ein klimaneutrales Unternehmen global einen Unterschied?

Ein einzelnes klimaneutrales Unternehmen demonstriert, dass es in der Macht des Einzelnen liegt, sich für einen Beitrag zur Lösung dieses Problems zu entscheiden.

Es macht global insofern einen Unterschied, als es ein Zeichen dafür setzt, dass Verantwortung für Umweltschäden durch die Geschäftstätigkeit übernommen werden kann und dass es Möglichkeiten gibt, diese zu reduzieren und auszugleichen. Dadurch trägt es zu der Schaffung des Bewusstseins seiner Lieferanten, Mitarbeiter und Kunden bei. Die Botschaft ist: Klimawandel ist ein ernstes Problem, für das allerdings eine Lösung existiert, wenn man sich konsequent für die Reduktion von Treibhausgasen und die Kompensation der Restmengen engagiert.

Was ist ein klimaneutrales Unternehmen?

Ein klimaneutrales Unternehmen hat die Treibhausgasemissionen aus seiner Wertschöpfungskette ermittelt, so weit als möglich reduziert und die verbleibenden Emissionen durch die Unterstützung eines Klimaschutzprojektes ausgeglichen.

Im Unternehmen werden bezogen auf den Betrieb, also das Unternehmen an sich (ohne klassischer Produktion) die wichtigsten Emittenten erfasst. Dazu gehören zum Beispiel der Stromverbrauch, der Verbrauch zum Heizen und Kühlen, Angaben über den Fuhrpark, über Dienstreisen, über die Anfahrt der Mitarbeiter, … Dadurch kann man bereits die größten Verbrauche und auch die größten Hebel erkennen, um seinen Unternehmensfußabdruck zu reduzieren. Ziel ist es, so viel als möglich selbst einzusparen und nur die unvermeidbaren Emissionen durch die Unterstützung hochwertiger Klimaschutzprojekte auszugleichen.

Was ist Klimaneutralität?

Klimaneutralität bedeutet, dass durch einen Prozess oder ein Produkt keine zusätzlichen Treibhausgase emittiert werden.

Dies erfolgt entweder durch einen völlig emissionsfreien Herstellungsprozess, oder durch einen emissionsreduzierten Prozess, dessen verbleibende Treibhausgasemissionen durch eine Investition in ein Klimaschutzprojekt ausgeglichen wurden. Die durch die Produktion ausgestoßenen Treibhausgase wurden also an anderer Stelle eingespart, wodurch der Prozess insgesamt als „neutral“ hinsichtlich des Treibhauseffekts betrachtet werden kann.

Klimaschutz

Warum finden Klimaschutzprojekte meist in Entwicklungsländern statt?

Aufgrund der Tatsache, dass Treibhausgasemissionen sich in der Atmosphäre verteilen, spielt es keine Rolle, an welchem Ort sie eingespart werden. Daher sollten sie dort vermieden werden, wo dies am effizientesten erfolgen kann.

Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländer sind in der Regel effizienter, da der Effekt pro investiertem Euro aufgrund der Kaufkraftunterschiede stärker ist. Darüber hinaus weisen hochwertige Klimaschutzprojekte auch zahlreiche Zusatznutzen wie Arbeitsplätze, Bildungseinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen, Lebensverbesserungen, … auf. Dadurch kann die Situation der Menschen in Entwicklungsländern allgemein verbessert und im besten Fall eventuellen Abwanderungen entgegengewirkt werden.

Was ist der Emissionshandel?

In Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland wurden nationale bzw. regionale Emissionshandelssysteme eingeführt, um besonders energieintensive und emissionsintensive Industrien durch einen Marktmechanismus zu regulieren, der jedoch nur wenige Branchen umfasst. Der Emissionshandel reduziert auf marktwirtschaftlicher Basis den Ausstoß klimaschädlicher Gase und setzt so Impulse für Investitionen in klimaschonende Technologien.

Es gibt einen „verpflichtenden Markt“ und einen „freiwilligen Markt“.

Beim „verpflichtenden Markt“ teilen die Staaten allen zum Emissionshandel verpflichteten Unternehmen pro Jahr eine festgelegte Menge an Emissionszertifikaten zu. Diese Menge ist geringer als die Menge der Emissionen, die diese Unternehmen verursachen. Die restlichen Emissionsminderungen müssen diese Unternehmen durch Einsparmaßnahmen oder dadurch erreichen, dass sie Emissionszertifikate von Unternehmen kaufen, die diese nicht benötigen, weil sie Einsparmaßnahmen in größerem Umfang getroffen haben. Beabsichtigt ist damit, über einen hohen Marktpreis für die handelbaren Emissionszertifikate Anreize für Maßnahmen zur Einsparung zu schaffen.

Der „freiwillige Markt“ ermöglicht den Emissionsausgleich abseits von staatlichen Regulierungen für verantwortungsbewusste Unternehmen, Organisationen und Individuen.

Was ist ein Klimaschutzprojekt?

Ein Klimaschutzprojekt sorgt dafür, dass Treibhausgasemissionen verhindert oder gespeichert werden.

Dies kann durch Energieeffizienz, den Umstieg auf Erneuerbare Energien, die Filterung von Treibhausgasen aus Kraftwerken und Produktionsanlagen, aber auch durch Aufforstung bzw. geeignete Maßnahmen in der Landwirtschaft erfolgen.

Was kann ich selbst als Privatperson leisten?

Privatpersonen haben mit ihrem Konsumverhalten einen deutlichen Einfluss auf das Ausmaß des Klimawandels. Durch veränderte Lebensstile, sowie reduziertem und reflektierten Konsum kann jeder Einzelne zur Reduktion der Treibhausgase beitragen.

10 Tonnen CO2 emittiert ein Österreicher durchschnittlich pro Jahr, was weit entfernt ist von dem verträglichen Maß. Um den Klimawandel nicht weiter anzuheizen, sollten pro Person pro Jahr nur 2,0 Tonnen CO2 emittiert werden.

Wohnungsbau, Warmwasserbereitung und öffentlicher Konsum verursachen etwa 2 Tonnen CO2 pro Bürger und Jahr – dies gilt als nicht direkt beeinflussbar. Mit insgesamt etwa 8 Tonnen CO2 entfällt der überwiegende Teil der durchschnittlichen Treibhausgasemissionen jedoch auf den privaten Konsum, Heizung, Ernährung, PKW- und Flugreisen und Haushaltsgeräte. Dahinter stehen die Treibhausgasemissionen, die durch den Einsatz von Material und Energie in den jeweiligen Wertschöpfungsketten der Produktkategorien entstehen. Der Einfluss des Einzelnen auf diesen Anteil der persönlichen Treibhausgasemissionen ist erheblich: Während ein „verschwenderischer Lebensstil“ mit 14,5 Tonnen CO2 zu Buche schlägt, erzeugt ein „effizienter Lebensstil“ nur 5 Tonnen CO2. Dies verdeutlicht den enormen Einfluss, über den eine Privatperson durch ihre Entscheidungsgewalt bezüglich Konsum und Lebensstil verfügt.

Was können Unternehmen leisten?

Unternehmen können ihre Wertschöpfungskette derart gestalten, dass im unmittelbaren Einflussbereich möglichst wenig  Energie – und diese erneuerbar – verbraucht wird, die Stoffkreisläufe weitestgehend geschlossen werden und Material eingesetzt wird, das wenig Treibhausgasemissionen verursacht. Verbleibende Treibhausgasemissionen sollten durch die Unterstützung von hochwertigen Klimaschutzprojekten ausgeglichen werden. Dies kann es auch von seinen Zulieferern verlangen.

Zudem kann das Unternehmen sich aktiv dafür einsetzen, dass seinen Mitarbeitern, Kunden und anderen Interessengruppen die Bedeutung des Klimawandels bewusst wird und mit gutem Beispiel voran gehen.

Wie kann ich Klimaschutz in der Region fördern?

Klimaschutz umfasst Energie- und Materialeffizienz, kurze Transportwege, umweltfreundliche Verkehrsmittel und den Einsatz Erneuerbarer Energien in Form von Windkraft, Wasserkraft, Solarthermie, Photovoltaik und Biomasse. In unserer Region tragen zudem der Schutz und die Wiedervernässung von Mooren sowie Aufforstung bzw. Verjüngung der Wälder zum Schutz von Klima und Natur bei.

Klimaschutz wird zusätzlich stark durch das Verhalten der Menschen in einer Region beeinflusst. Daher wird Klimaschutz durch die gezielte Schaffung eines Bewusstseins für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bei den Bürgern gefördert.

Klimawandel

Ist der Klimawandel heute schon spürbar?

Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits spürbar.

In unserer Region ist zum Beispiel eine Ausdehnung der Vegetationsperiode zu beobachten, wodurch die Pflanzen im Frühling früher austreiben. Zudem haben extreme Wetterereignisse wie Stürme, Hagel oder Starkregen und Überschwemmungen in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen.

Kann man etwas gegen den Klimawandel tun?

Ja, es gibt Möglichkeiten dem Klimawandel entgegenzuwirken. Zum einen durch das Vermeiden von Emissionen und zum anderen durch die Speicherung von bereits emittierten Treibhausgasen.

Emissionseinsparungen werden vor allem durch klimafreundlichere Technologien erzielt. Die Speicherung von Kohlenstoff (CO2) kann man durch Aufforstung und Maßnahmen in der Landwirtschaft, die den im Boden gebundenen Kohlenstoff dauerhaft erhöhen, erreichen.

Entscheidungsträger in Unternehmen können darauf achten, dass klimaneutrale oder klimafreundlich hergestellte Waren und Dienstleistungen sowie Erneuerbare Energien bezogen werden und die eigenen Prozesse möglichst material- und energieeffizient gestaltet werden. Der CO2-Fußabdruck bietet Transparenz und dient als interne Kennzahl, die sukzessiv optimiert werden sollte. Aktuell nicht vermeidbare Treibhausgasemissionen sollten durch die Unterstützung von hochwertigen Klimaschutzprojekten ausgeglichen werden.

Was ist der Klimawandel?

Der Klimawandel bezeichnet allgemein eine Temperaturveränderung, die zahlreiche Auswirkungen zur Folge hat. Durch Verhaltensänderungen jedes Einzelnen kann die globale Erwärmung stark in ihrem Ausmaß beeinflusst werden.

Der Klimawandel beschreibt das Phänomen, dass die durchschnittliche Temperatur der Erdoberfläche im Zeitraum zwischen 1900 und 2010 um durchschnittlich ca. 0,8°C angestiegen ist. Der künftige Temperaturanstieg auf der Erde wird je nach Szenario mit einer Bandbreite zwischen 1°C und 6,5°C prognostiziert, wobei das obere Ende dieser Spanne sehr wahrscheinlich ist. Unter Berücksichtigung der bereits eingetretenen Erhöhung der CO2-Konzentration wird ein minimaler globaler Temperaturanstieg von etwa 4°C bis zum Jahre 2100 erwartet – es sei denn, wir ändern unser Verhalten. Denn jeder Einzelne kann einen positiven Einfluss auf den Klimawandel ausüben.

Was sind die erwarteten Folgen des Klimawandels?

Die Folgen des Temperaturanstiegs sind vielfältig und beeinflussen Gesundheit, Sicherheit, Wirtschaft und Umwelt folgendermaßen:

  • Gesundheitsrisiken durch steigende Lufttemperaturen und Hitzewellen
  • Wetterextremen wie Überschwemmungen, Stürme und Trockenperioden
  • Wirtschaftliche Folgen für die Beseitigung der Klimafolgeschäden (das finanzielle Ausmaß ist nur schwer prognostizierbar – vereinzelt werden bis zu 15 Prozent der jährlichen weltweiten Wirtschaftsleistung angenommen)
  • Zunahme der Hunger- und Wasserkrisen, insbesondere in wenig entwickelten Ländern
  • Weitere Verbreitung von Schädlingen und Krankheitserregern
  • Verlust an Biodiversität, da sich nur wenige Arten an den schnellen Temperaturanstieg anpassen können
  • Anstieg des Meeresspiegels zwischen 20 und 60 cm bis ins Jahr 2100 durch Abschmelzen von Gletschern und des grönländischen Eisschildes
  • Versauerung der Ozeane mit schwerwiegenden Folgen für das Ökosystem Meer

Wodurch wird der Klimawandel verursacht?

Der Klimawandel wird, neben weiteren Ursachen, durch Treibhausgase in der Atmosphäre verursacht. Die Treibhausgase lassen die Sonnenstrahlen, die von der Erde reflektiert werden, nicht mehr vollständig aus der Atmosphäre austreten. Sie verursachen quasi eine Barriere, die dazu führt, dass sich das erdnahe Klima erwärmt.

Die globale Erwärmung entsteht durch den Anstieg von sogenannten Treibhausgasen in der Atmosphäre, die insbesondere aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Gas und Öl) resultieren. Durch die höhere Konzentration von Kohlendioxid und weiteren Treibhausgasen in der Atmosphäre entsteht der sogenannte Treibhauseffekt: Die von der Sonne kommende, kurzwellige Strahlung gelangt durch die Atmosphäre hindurch auf die Erde, die Treibhausgase lassen jedoch die langwellige Infrarotstrahlung der Erde nur teilweise wieder zurück in den Weltraum. Ein anderer Teil wird reflektiert und wieder zurück zur Erde gesandt. Dies ist eine der Ursachen für die Erhöhung der Temperatur auf der Erde. Die Vernichtung von Wäldern und die intensive Landwirtschaft spielen dabei eine zusätzlich verschlechternde Rolle.

Eine zweite wesentliche Ursache ist, dass mit dem Abschmelzen der Gletscher- und Eisflächen weniger Wärmestrahlung von der Erde reflektiert wird. Dunkle Bodenflächen absorbieren mehr Wärme. Sie kennen diesen Effekt: Unter der Sonne heizt sich helle Kleidung weniger auf als dunkle.

Zudem spielen Rückkopplungseffekte eine Rolle. Beispielsweise ist in Permafrostböden Methan (ein Gas, das 23 mal schädlicher ist als CO2) eingeschlossen, das beim Abtauen dieser Böden freigesetzt wird. Ein weiterer Rückkopplungseffekt ist die erhöhte Menge an Wasserdampf in der Atmosphäre, was auf die globale Erwärmung zurückzuführen ist. Wasserdampf ist mit einem Anteil von 60% am Treibhauseffekt weltweit das wichtigste Treibhausgas.